Was ist ein Kurwald?

Bei Kurwäldern handelt es sich um Waldgebiete, die aufgrund verschiedener Eigenschaften dazu prädestiniert sind, eine gesundheitsfördernde Breitenwirkung zu entfalten.
Aufenthalte in Kurwäldern sind geeignet, um die Progredienz und die Rekurrenz sowie die Chronifizierung einer Erkrankung zu verhindern (Sekundärprävention).

Die Mindestkriterien sind allgemeine strukturelle Voraussetzungen für Kurwälder:

Grundvoraussetzungen

  • gepflegter, naturnaher Wald
  • verkehrsberuhigte Lage
  • Entwicklungs-/Nutzungs-/Gestaltungskonzept

Umfeld

  • Parkmöglichkeiten mit naheliegenden sanitären Einrichtungen

Gesundheitsfördernder Aspekt

  • emissionsarme Waldluft
  • entspannend

Beschilderung

  • Wegweiser mit Weglängenangabe und Hinweisen zu besonderen Sehenswürdigkeiten
  • graphische Darstellung des Wegeprofils
  • Infotafel zum Pflanzen- und Baumbestand, Besonderheiten im Wald, Allergenbelastung

Wegenetz

  • unversiegelter Bodenbelag
  • ausgeschilderte Terrainkurwege mit Belastungsstufen und Schwierigkeitsgraden
  • Wege zur leichten körperlichen Belastung

Infrastruktur

  • Sitzgelegenheiten
  • Verweileinrichtung
  • Fläche zur Entspannung

Barrierefreiheit

  • teilweise barrierefreie Wege

Therapiemöglichkeiten

  • Klima
  • Bewegung
  • Entspannung

Neben den Mindestkriterien sind auch Optimalkriterien definiert. Für ein Optimum ist zum Beispiel die Nähe zu einem Gewässer (See, Teich, Bach, Meer) notwendig. Aber auch die Ausstattung gibt Erweiterungen vor, unter anderem: eine gastronomische Einrichtung am Waldrand, die gesundheitsorientierte Einrichtung in unmittelbarer Nähe, eine Trinkquelle, ein Trimm-Dich-Pfad, eine Kneipp-Anlage und behindertenfreundliche, rollstuhlgerechte, kinderwagentaugliche Wege.

Auch das Fachpersonal mit Klima- und Waldtherapeuten ist hier aufgeführt.

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