Kongress Gesundheitspotenzial Wald

»Die Gesundheit ist leichter verloren als wiedergewonnen.« So lautet ein uraltes Sprichwort das zunehmend in die Köpfe auch jüngerer Menschen Einzug hält. Das Gesundheitsbewusstsein steigt und damit die Bereitschaft, sich vermehrt mit der eigenen Gesundheit Auseinanderzusetzen und Prävention zu betreiben.

Kongress »Gesundheitspotenzial Wald«

Laut Trendforschung wächst das Bedürfnis nach Urbanität, doch die Städter sehnen sich nach Natur. (Outdoor boomt). Die gehetzte Gesellschaft sucht deshalb nach Möglichkeiten das Depot an Lebensenergie aufzutanken. Denn durch die Digitalisierung in der Gesellschaft, die zur Schnelllebigkeit und damit zu vermehrtem Stress und ungesundem Leben führt, entstehen Zivilisationserkrankungen, wie psychosomatische, Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf-, orthopädischen Erkrankungen und andere mehr.
 
Bereits (1955) schrieb schon Ernst Fistel (österreichischer Lehrer und Dichter): »Wie wertvoll die Gesundheit ist erkennt man bereits daran, dass es sehr viele Krankheiten und nur eine Gesundheit gibt.«
Übrigens, erleben die Naturheilmittel zu denen hier in Mecklenburg-Vorpommern die ortsgebundenen Heilmittel zählen ihre Renaissance. Die Gäste nutzen das Meer für Thalasso das Moor, die Sole, und die Kreide für die anderen indikationsbezogenen Therapieformen.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.  Horst Klinkmann ist nicht nur Mediziner und Ehrenpräsident des Kuratoriums für Gesundheitswirtschaft unseres Landes, sondern u.a. auch passionierter Jäger. So kam er, wie bereits in Japan und Korea praktiziert, auf die Idee der Entwicklung von Kur- und Heilwäldern in Mecklenburg-Vorpommern. Nichts liegt dem Bäderverband MV e.V. näher als die gesundheitlichen Bedürfnisse der Menschen mit den sehr guten Voraussetzungen der Kur- und Erholungsorte hier im Land, weiter zu verknüpfen.  Denn die Kur- und Erholungsorte sind selbstverständlich mit ihren natürlichen Gegebenheiten, wie der intakten Natur, der gesundheitstouristischen Infrastruktur und den medizinisch-therapeutischen Möglichkeiten bestens für Prävention und Rehabilitation geeignet. Sie stellen aufgrund ihrer Prädikatisierungsvoraussetzungen ein Kompetenzbündel für Ernährung, Bewegung und Entspannung, also für den gesamten Gesundheitstourismus dar.

Der Bäderverband MV e.V. entwickelte im Rahmen eines Projektes mit seinen Partnern dem Landesforst MV, dem Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Uni Rostock sowie weiteren Wissenschaftlern und den Vertretern der beteiligten 9 Kur- und Erholungsorte die theoretischen Voraussetzungen und begleitet sie bei der praktischen Umsetzung bis zur Ausweisung. Dabei gilt es die Vorteile des Waldes in den Gemeinden indikationsbezogen intensiv therapeutisch nutzbar zu machen. Wald ist nicht gleich Wald!  Er muss auf der Bas von Wald- und Indikationsgutachten waldgerecht ausgebaut werden und das für:

Atemwegserkrankungen

Neurologische Erkrankungen

Herz-Kreislauf- Erkrankungen

Onkologische Erkrankungen

Orthopädische Erkrankungen

Psychosomatische Erkrankungen

Das Thema Kur- und Heilwälder ist national und international von großem Interesse, das beweist nicht zuletzt die große Resonanz anderer Bundesländer und darüber hinaus aus Skandinavien, Österreich, Holland und der Schweiz. Denn der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume!

Auf diesem Kongress wurde der erste Kur- und Heilwald in Mecklenburg-Vorpommern, mit dem Waldgebiet im Ostseebad Heringsdorf zertifiziert.

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